Fleischi's Travelog

 

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In meiner Badewanne bin ich...

9.4.2008

Nach 1h Anfahrt ueber Landstrasserl und Schotterpisten, die mich zwischendurch ehrlich zweifeln lassen, ob ich hier auch wirklich richtig bin, erreiche ich die 20(?) EW Metropole Pipiriki - wer's kennt.

Von dort aus bringt das Jetboat mich und die restlichen 9 Passagiere ca 35km Flussaufwaerts zum Beginn des Wanderpfades zur 40 Gehminuten entfernetn "Bridge to nowhere"

Exkurs: Den Namen erhielt die Beton-Bruecke, da sie mitten im entlegensten Wald fuer eine handvoll Farmer gebaut worden ist (Anfang 20.Jhdt), die dann waehrend der 1,5 jaehrigen Bauzeit alle abgewandert sind und niemand mehr das Ding gebraucht hat - und es auch keine Strasse dorthin gibt. Exkurs Ende

Ich kann den Jetboatbetreiber nach mehreren Verhandlungsrunden ueberreden, mich den Flussweg nach der Rueckkehr vom Brueckenspaziergang (alleine und ohne Guide) zurueck Kayaken zu lassen - mit Zwischenstop zur Uebernachtung in seiner Lodge - offensichtlich bin ich allerdings der einzige mit solchen Geluesten - alle Anderen lassen sich wieder mit dem Jetboat nach unten bringen.

Beim Einsteigen in die winzige Plastik-Nuss-Schale (das urspruenglich vorgesehen Kajak wurde versehentlich abtransportiert) muss alles schnell gehen - die biersaufenden Amis wollen ja schliesslich schnell wieder zu ihrem Auto - Schuerze gegen ueberschwappendes Wasser ist leider auch keine da - super. na dann los.

Die Kamera und das Geldboersel muss ich dann halt unterwegs noch so schnell wie moeglich in den Dry-Bag - SCHWAPPGISCHT - nach nur 2 min. Paddeln treffen sich die Wellen des mich ueberholenden Jetboates mit jenen der Stromschnellen und abermillionen Liter Flusswasser ergiessen sich (ungehindert durch KEINE Schuerze) in mein Kayak. Ich saufe ab wie eine bleierne Ente...

Irgendwie gelingt es mir nach dem Auftauchen schwimmend das Boot und das Paddel zu erwischen (ohne die beiden schaffe ich die 15 km zur Lodge nie und der Wasserweg ist hier der Einzige), den Drybag einzufangen und so schnell wie moeglich die (jetzt) Unterwasserkamera aus der Hose zu fingern und ueber Wasser zu halten *prust-hust*.

Versuche Panik zu unterdruecken und Hirn einzuschalten - es gelingt teilweise - im Moment fliesst in meinen Adern pures Adrenalin - schaffe es, mich und das ganze geroedel in den Stromschatten und auf eine Sandbank zu retten. - Boot ausleeren - schnell die SD-Karte aus der Kamera reissen - vielleicht ist spaeter ja noch was zu retten.

Weiterpaddeln - Finger blutet - was solls - erst nach 5 min Paddeln faellt mir auf, dass die Sicht schlechter geworden ist - ach ja, scheisse, die Brille wurde auch vom Fluss gefressen...

Gut, dass die Lodge "nur" 3 Stunden kraeftiges Paddeln von hier entfernt ist.

Irgendwann hab ichs dann geschafft und schleiche triefend und frierend den steilen Weg vom Fluss hinauf zur Lodge. Tolle Huette, Waaahnsinnsausblick. Nach eigener Trockenlegung und Dinner vom Owner Joe - Schach und Chardonnay am Kaminfeuer mit der Russin Luiza. - einiges gelernt. Toller Sternenhimmel.

Der Owner Joe, Luiza und ich sind heute die einzigen in der Lodge - "zufaellig" ist eine Gruppe ausgefallen - langsam wird mir endlich klar, warum sich Joe so lange gegen meine Uebernachtung in der Lodge gestraeubt hat ("nixmehrfrei" *prustlachwersglaubt*).

Ich habe ihm da wohl ziemlich die tete a tete Tour vermasselt.
Vielleicht hat er ja deshalb versucht mich zu ersaeufen...;-)
9.4.08 13:46
 


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