Fleischi's Travelog

 

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Und aus...

So gehen nun beinahe 9 wunderbare Wochen Hobbit-Jagd zu Ende.

Ich bin nach ein paar Chillout-Tagen in Bangkok(man muss sich ja schließlich von den Strapazen des Reisens erholen und sich auch einmal was goennen) am 4.5. wieder wohlbehalten in Wien angekommen - wo sich nicht wirklich was verändert hat - ausser dem Wetter, Gottseidank.

Meinen lieben Gruß an alle jene, die zäh genug waren, regelmäßig meine logorrhoischen Ergüsse zu konsumieren und meinen ehrlichen Dank an jene, die sich die Mühe gemacht haben, mich während meiner Reise immer wieder durch ihre launigen Kommentare zu erfreuen.

see you later und bis zum nächsten Trip :-)
5.5.08 15:28


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Einmal gehts noch

29.4.2008

Auch der 2. Diensttag (diesmal mit Sean und Abbey) auf New Lynn2 (119;7-19) ist sehr nett, wenn auch es schoen langsam in mir zu kribbeln beginnt, nur die 3. Geige am Wagen zu spielen - hier wird ja nur zu zweit gefahren und nach jedem Einsatz Rolle getauscht - das muessen wir auch mal probieren, mein Hase (wennst Dich endlich mal nicht vorm Dienst drueckst).

In Wahrheit ist das aber wesentlich mehr als ich als "Observer" erwarten durfte. Vermutlich ists aber auch nur der Mittagsunterzucker (aufgrund des halben Grillhendls, dass ich seit 3 jobs nicht essen kann...wie daheim), der mich so empfinden laesst.

Im Allgemeinen laeuft der Dienst so ab wie dahoam. Mit den beinahe identen Einsaetzen, Patienten und org. Problemchen. (Die hier bekommen uebrigens auch schon seit 5 Jahren einen neuen Datenfunk ;-), wie wir......aber ich hoere, bei uns tut sich ja da gerade was.

Mit den Sicherheitskanuelen und den screwtop Spritzen in Vergindung mit den Weichplastikampullen ist super zu arbeiten.

Entonox (inhalative Analgesie aus der Stahlflasche mit Demandventil) ueberhaupt mein Favorit - versteh net, warums das bei uns nicht gibt. Damit kann man sicher auch lustige San-Parties feiern ;-)

Patient-Slides zum Umlagern haengen in jedem KH an der Wand - genial und Rueckenschonend, ohne peinliche Rumwurschteli. Mini Slidingboards zum Umlagern von und auf Sessel ebenso genial.

Der Umgang zw. nurse und paramedic ist von wesentlich besserer Qualitaet als daheim. Uebergaben im Spital gehen sehr konstruktiv ueber die Buehne. Wie auch der sehr respektvolle und entspanne Umgang mit (selbst schwierigen) Patienten sehr professionell ist (werds auch mir zu Herzen nehmen).

Andererseits - die stadtbekannte Tepperte "ich ruf 3x am Tag die Rettung, weil mir fad im Schaedel is" wird vom calltaker direkt aufs Handy des Paramedic verbunden, der ihr hoeflich aber bestimmt ueber den Ruessel faehrt - keine Ausfahrt - recht so.

Sondersignale haben zwar viele lustige Melodien drauf, werden hier am Transport aber sogar fuer mein Empfinden sehr sehr sparsam eingesetzt.

Unerwartet bekomme ich von Sean bei Dienstschluss ncoh einen St. Johns Aermelaufnaeher geschenkt - ein ECHTES Souvenir - geil.

Haben sich echt gelohnt die beiden Tage.

Dass ich vom RK trotz meiner Anfrage keine Unterstuetzung fuer diese Auslandsdienste erhalten habe (zumindest versicherungstechnisch) schmerzt mich ein wenig (ein unversicherter Arbeitsunfall hier waere wahrscheinlich nicht soooo lustig) tut meiner Freude ueber das Erlebte keinen Abbruch. Und Gottseidank ist ja auch nix passiert.

2 Super Tage.
Morgen gehts auf nach Bangkok
29.4.08 08:12


Heldentum kennt eben keine Grenzen ;-)

28.4.2008

Nach Weckruf durch das Nebelhorn des freundlichen Frachtschiffe um 0400 Uhr bahne ich mir den weg durch Finsternis und Nebelsuppe nach New Lynn zur Johnny-Station.

Ist es der "schnell noch ein klietzekleiner, mediumgebratener, gegen den boesen, boesen Nachthunger" - Whopper, er meine Verdauung (ohne Details...) seit Stunden auf eine harte Probe stellt, oder die Riesenaufregung vor dem Unbekannten - leider Ersteres.

Werde freundlich Eingelassen und gleich mit kaffe und Stations Rundgang versorgt - der Tag kann kommen.

Dienst auf New Lynn2 (119; 7-19). Leiwandes Team (Drew und Emma) und freundliche Aufnahme - Kann gleich mitarbeiten, mehr hands-on als erwartet. Alles sehr entspannt hier. 6 calls. Mein neongelbes "Observer-Jackerl" ist auch sehr sexy ;-)

Nachmittaeglicher Aufenthalt in der Luxus-Resort-Station "Rosskill" (=Container) wird genuetzt um aus den Kinder-Teddies SM-Baeren zu machen. Wir danken dem Spender ;-)

Letzter call bleibt hinsichtlich der Ursache fuer die B-Eintruebung und Reglosigkeit eines 13mo alten Kleinkindes etwas mysterioes. (Da werde ich doch daheim meine Druidenfreunde naeher befragen....)

Kind wird am naechsten Tag aus dem KH in Normalzustand entlassen - auch dort hat niemand eine Erklaerung f. d. Ursache.

Na, da hab ich mir doch heute ein kleines T-bone und a Glaserl Wein verdient - auch wenn MEIN T-bone keine 800g hat (Du Sau!).

Schoener Tag
28.4.08 07:55


Das Glueck dieser Erde

26.+27.4.2008

Miete mich am Samstag in AKL im Stadteil Parnell in einem B&B ein. Vermutlich werde ich in nächster Zeit viel Glück haben, denn nachdem ich heute schon händisch die mehrere Wochen alte Gravelroad-Kuhscheisse vom Wagen geschrubbt habe (Feigling), entleert nun beim Stadtspaziergang durch Auckland auch noch eine Möwe ihren gesamten Mastdarminhalt auf meinen Kopf. Schöne Scheisse, die mir da warm die Schläfe runter rinnt.

Erhebe mich Sonntags zeitig vom Lager, um die Rettungsstation in New Lynn zu suchen, auf dass ich sie auch morgen um 0600 finden möge. Werde dabei endlich wieder vom mittlerweile traditionellen Nordinsel-Regen begleitet (ich war eh schon ganz ausgetrocknet ;-)

Werde mir den heutigen Tag wohl hauptsächlich mit Fressen, Saufen und Internet vertreiben (welche Qual).

Central Auckland und die Suburbs Parnell, Ponsonby und Newmarket kenn ich nach 24h nun schon ziemlich gut - was wahrlich keine Kunst ist. Ist zwar alles ganz gemütlich hier, aber dennoch die richtige Entscheidung hierfür nur eineinhalb Tage einzuplanen. Endlich kriecht am frühen Nachmittag die Sonne wieder aus ihrem Versteck - die faule Sau.
27.4.08 08:15


Gummiriß

25.4.2008
Warkworth

Nach der malerischen Kurven-Rally durch den schönen Kauri-Forest und dem Besuch des (unheimlich spannenden - *gähn*) Kaurimuseums überschlage ich mich beinahe - nicht vor Begeisterung, sondern weil ich schon wieder einen Patschen hab - bin sicher, dass hier wieder Halblinge ihre haarigen Finger im Spiel hatten.
25.4.2008 Warkworth

Heute ist ANZAC-Day und auf den sind die Kiwis superwarm, d.h. alles geschlossen.

Beschliesse daher wieder auf Notradbetrieb umschalten und nicht bis nach Auckland zu fahren, sondern wieder im bereits bekannten B&B in Warkworth unterzukriechen, auch wenn die eigentlich wieder Freunde eingeladen, und daher geschlossen haben (wann haben die eigentlich jemals offen?).

Das NO VACANCY Schild prangt am Eingang, ich lasse mich aber nicht abwimmeln und niste mich erneut (mit Reinschleim-Weinflascherl) zum Abendessen ein. 2. Rugby-lektion.
Gefällt mir viel besser als Am. Football, weil schneller u ohne Helm und die schwulen paddings.
25.4.08 08:14


Verzweiflung am Rande der Düne

Omapere/Rawene 23.+24.4.2008


Da sich das Hobbitgesöxe zu Lande vor mir zu verbergen scheint, mache ich mich auf, ein geeignetes Kayak für die Jagd zu Wasser in den Mangroven zu suchen.

Nachdem ich meine Zimmerwirtin, alle Infostellen, die halbe Dorfbevölkerung und den Fährmann einvernommen habe, finde ich endlich eines - im Motorcamp am Berg.

Leider will es beim besten willen nicht in mein Winzigauto (die Rennsau) passen und der Weg zum Jetty ist knapp 2 km, also zu weit für Schildkrötentransport.

Ich gebe alles, dehne und schwede die Karre, quähe und quetsche das Kayak, die Besitzerin des Camps lässts geduldig geschehen - allein es hilft nichts - ich muss vor den Regeln der Naturwissenschaften kapitulieren und gebe auf. - Diesmal habt ihr gewonnen, Hobbits.

Nach einem verdienten Beruhigungskäffchen in der Sonne am Meer, ziehe ich mir des Nachmittags die Riesenkauribäume in den wunderschönen Wäldern des xxx rein. Brettljausn im Cathedral Grove, ganz allein, ganz still, nur die Vogerln.

Nach diesem unheimlich entbehrungsreichen Tag, hab ich mir endlich mal a gscheites AE verdient und verwöhne mich zum Dinner im Copthorne mit 1/2 Languste, Lamb-rack, und Brüllcreme....und a bisserl Wein, kaum der Rede Wert (Tohu SB unoaked u Churchroad CS/M).

Heute gönn ich mir einfach mal was...
24.4.08 08:13


Den Wind um die Nase und....

22.4.2008


Endlich wieder kayak-time (wird schoen langsam zur Sucht). Paddle durch den Whangaroa Harbour bis in eine wunderschöne Bucht.

Brettljausn (Ösi bleibt Ösi - ich will endlich wieder gscheites Broooooot!) A Spritzer wär jetzt auch fein....

Wunderbare Landschaft mit Steinkolossen. Wind frischt auf und Wellen werden höher. Kann Paddel stckenweise als Segel einsetzen, bin aber trotzdem schon ausgepauert - und der Rückweg kommt erst.

Zurück mit Gegenwind - bei jedem Ruderschlag Wasser in die Fresse (fuer echte Kayakhelden eben). Bin schon waschelnass, die Sonne versteckt sich auch schon wieder hinter der Wolkendecke und es wird a bisserl herbstfrisch.

Die letzten 2 km gibts dann noch meterhohe Wellen (na, ja zumindest 1m, was weit weg vom Ufer, vom Kayak aus betrachtet aber auch reichlich hoch ist) und der Kampf gegen das Umgeschmissenwerden scheint endlos und ist verzweifelt - doch der junge Häuptling siegt. Die letzten Kraftreserven werden mobilisiert und dann auch noch das Kanu die steile Strasse zur Unterkunft hinaufgeschleppt (Sonderprüfung) - Der Kater vom Vorabend hat heute nicht unbedingt geholfen.

Dafür gibts am Abend von Danny frisch gefangegen Fisch und a Glaserl Wein - brav gearbeitet Fleischmann ;-)
22.4.08 08:11


Herr des Wassers

21.4.2008

Vormittagskajaken bei Waitangi, vorbei an den Mangroven (leider gerade Low-Tide) den Flusslauf entlang bis zum Wasserfall Showdown.

ER gewinnt natürlich - hat den besseren Haka. Nettes Mittagsworkout.

Weiter durch die grünen Hügel (die zwar gelegentlich von brutalen logging-Wunden unterbrochen werden, aber immer noch sehr schön sind) Richtung Norden. Unterwegs luncherl in der Palmenallee von KiriKiri.

Dort oben solls noch a geile Kayaking Gegend geben - das muss man sich ansehen, denke ich.

Unterwegs giftgrünes Weideland, soweit das Auge reicht - leider immer wieder offene logging-Wunden - Trotzdem herrlich und der Regen hat gutgetan.

Die Maori-run sunseekerlodge einfach, aber sehr nett u lustig.

Dorferkundung mit Riesensteak endet mit 6 oder so Bier im Dorfwirtshaus beim Einheimischenrausch-ähh-plausch.
21.4.08 08:10


Weil man sich ja sonst nie was goennt

20.4.2008

Da mich Nicola, die ich gestern abend kennenlernte, zum Fuehstueck in Town verfuehrt und daraus irgendwie auch noch ein sehr nettes Seafood-Chowder-luncherl bis 3 nachmittags wird, bleibt heute fuer sonstige Aktivitaeten nicht mehr viel Zeit und die Reise fuehrt mich schnurstracks nach Paihia in der Bay of Islands.

Da ich trotz herzzerreissender Werbung keine Lust auf Karaoke-Pizza habe, frustriere ich mich lieber kulinarisch beim Dorf-Thai.
20.4.08 08:44


Long live Kasachstan

19.4.2008

Nach einem gemuetlichen Sonntagsfruehstueck im Kreise der Familie gehts weiter nach Whangarei, dass man "Fangarei" ausspricht, dabei aber weniger schlimm, als "Faka rewa rewa"(Whakarewarewa) klingt. Erinnert mich a bisserl an Oberfucking in OOE.

Die Stadt selber kann wie gewohnt nix (und ich verschwende dort daher nicht viel zeit), aber ganz in der Naehe gibts die Abbey Caves zu durchklettern. Kaufe mir daher noch schnell eine Stirnlampe und ab gehts in die Hoehlen. "Leider" treffe ich am Eingang der Hoehle ein nettes junges holl. Paerchen und so wird aus der Superalleinherosurviver-Hoehlenerkundung ein entspannter Bekletter-3er.

Die Hoehlen sind eine super Kraxelpartie, voller Glow-Worms (die sind in NZ ueberhaupt sehr populaer) und unterirdischen Fluesschen bis zum Sack (die Lederschuhe freuen sich). Auch der anschliessende walk ueber die malerischen lime-stone felder ist seelennahrung.

Beschliesse nach dem Ausstieg gleich in der nahen Little Earth Lodge zu bleiben (die hollaender und Nicola wohnen auch dort) - gute Wahl. Nach Wochen erster Spielfilmkontakt, beim gemeinschaftlichen Borat DVD schauen - echt zum Anschiffen.

Wie schnell doch so ein Flascherl Rotwein leer wird......
19.4.08 22:46


Warkworth

18.4.2008

Nachdem ich meinem B&B Host die Software am Laptop gerichtet hab, damit er die hp seines Sohnes betrachten kann (glaube nicht, dass er wusste WEN er da an seinem Notebook rumfingern liess) mache ich mich auf den Weg ueber Thames und Auckland Richtung Whangarei. Die Tour zieht sich ganz schoen -ein kleines luncherl am Meer in der Sonne bei Maraetai beach und der Freitagnachmittag-Ferienbeginn in Auckland (die kleinen Kiwis scheinen ueberhaupt immer irgendwelche Ferien zu haben) beschleunigen die Sache auch nicht unbedingt.

Anbetracht der herannahenden Daemmerung undmeiner Nachtsichtigkeit beschliesse ich bereits in Warkworth unterzukriechen und niste mich, mit einer Flasche Wein bewaffnet in einem netten B&B ein, in dem ich dereinzige Gast bin, weil gerade Freunde zu Besuch sind.

Werde gleich zum Abendessen und Rugbyschauen eingeladen. Sehr nett und unterhaltsam.

Die Hosts werden im Oktober nach Wien kommen, mal sehen, ob das Wetter noch einen Heurigenbesuch zulassen wird.
18.4.08 22:38


Schlammschlacht

17.4.2008

Jage die Rennsau ueber die (natuerlich streng verbotene) Schlammpiste 309 und hoffe keinem Logging-Truck zu begegnen, der mein (hier unversichertes) Auto plattmachen koennte. Ob der demonstrativ aufgestellten Autowracks, nehme ich davon Abstand auch noch die 2km zum castle rock hinaufzufahren und schau mir stattdessen lieber die Waiau Waterworks an - lieber Garten - mit genial einfachen Ideen.


Endlich kriecht nach Tagen die Sonne endgueltig aus ihrem Versteck (wollt schon Drogen nehmen) und ich unternehme von Coromandel Town aus einen Ausflug nach Norden ueber die wunderschoene (auch verbotene - keine Sau weiss warum) Uferstrasse.

Sotsse dort auf ein, in dieser Gegend eher ueberraschendes budhhistisches Zentrum und auf den ersten Oesterreicher seit 5 Wochen - Da muss sofort ein Kaffeetscherl her.

Endlich gibrts auch am Abend ueber Empfehlung des B&B hosts Peter das langverdiente und sehr gute Reparatur-lamb-rackund a bisserl Rotwein - kaum der Rede wert. Man musss sich ja auch mal was goennen.

Mal sehen , ob ich noch durch das unbeleuchtete Dorf heimfind ;-)
17.4.08 02:53


Endlich Sonne

16.4.2008

Morgendliche Kayakversuche am Buffalo beach in der Mercury bay werden durch die zu starke Brandung des vom stroemenden Regen kalten und braunen Wassers vereitelt.

Beschliesse daher auf walking umzudisponieren und erstmal auf ein Kaeffchen ins Dorf zu fahren.


Diesese kostet mich dann fuer 5 Minuten auch gleich mal 200 Kiwidollar=100 Euro, weil die vertrottelte rental company (Apollo) anscheinend vergessen hat, den aktuellen Zulassungsnachweis hinter die Windschutzscheibe zu kleben.

Gottseidank ist die Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung superhilfreich (2. Superkiwi in nur 2 Tagen) udn unterstuetzt mich sogar beim Telefonat mit Apollo (wegen des offiziellen touches ;-).

Also husch zum Postamt - dort gibts die neue Zulassungskarte - husch nochmal zum Gemeindeamt, Antrag auf Straferlass - hab ich schon SCHEISS RENTAL COMPANY gesagt?

Belohne mich dafuer am Nachmittag mit einem Suparrschoenen beach&bushwalk - schwitze wie Sau - aber ein Traum (auch wenn ich Trottel das Trinkwasser daheim vergessen hab und meine Zunge daher schon wie ein alter Socken am Gaumen klebt).

Abendliche Quizrunde im Wett-Wirtshaus des wie ueblich nahezu geschlossenen Dorfes laesst tief in die Kiwi-Unterhaltungsseele blicken ;-)
16.4.08 11:13


Dachschaden

15.4.2008

Der Steinschlag, den ich mir vor ca 1 Woche an der WSS zugezogen habe, raubt mir seither ein wenig die Urlaubsentspannung.

Leider sind WSS-Schaeden lt. Vertragsbedingungen (die man mir bei Uebernahme des bereits bezahlten Wagens nahezu erpresserisch unter die Nase hielt) unueblicherweise aus der Versicherung ausgenommen - ich muss ihn also, genauso wie jeden Steinschlag am Dach) selber brennen. Das trifft Mr. Superoberchecker-ichlesjedenVertragundmachRabatz natuerlich besonders hart ;-)

Die Ungewissheit ueber die Hoehe der wohl zu erwartenden Reparaturkosten (oder sogar Tausch der Scheibe *angstschlotter*) ist nich laenger zu ertragen, also suche ich mir eine Glaserei. Termin 30 min nach Anruf (ich staune).

Diagnose: Die Stelle scheint schon mal repariert worden zu sein. Der Glaserer pickt, haertet, kratzt und schleift ueber 10min lang, bis das Loch wieder zu ist und verlangt dann - ABSOLUT GARNICHTS dafuer - schliesslich haette er mir ja "nicht gross helfen koennen".

Von soviel Entgegenkommen uebermannt, brauche ich erstmal ein Beruhigungskaeffchen.

Mein Glaube an das (besonders) Gute im Kiwi ist wieder hergestellt.

Nachdem ich mich wieder gafengen habe und auch noch dem unglaublich spannenden (gaehn) Museum von Rotorua einen Besuch abgestattet habe (schliesslich schiffte es noch immer wie Sau und an Freiluftaktivitaeten ist nicht im Geringsten zu denken), werfe ich mich brillenlos und todesmutig in die Sintflut Richtung Coromandel Peninsula. Anscheinend holt das Wetter gerade auf, was es in den letzten 4 Monaten Duerre versaeumt hat.

Kriedhe in Whithianga sehr nett in einer Art 2-Zimmer Bungalow, zusammen mit einem reiferen schweitzer Ehepaar (Paul+Gabi) unter.

Sehr gemuetlich und a rechte Hetz. Rotweinphilosophien bis in die Nacht.
15.4.08 11:08


Eierschaas

14.4.2008

Fruehmorgens erwacht der junge Prinz in seinem Knusperhaeuschen und macht sich durch den stroemenden Regen (endlich wieder, habs schon vermisst) auf in ds wunderbar nach Schwefel duftende Thermaloertchen Rotorua.
Mal sehen wie's wird, einige Reisende haben mir von ihrer grossen Enttaeuschung gerichtet - stelle mich darauf ein und darauf, notfalls gleich weiter zu ziehen.

Der Bsuch im Thermal Village in dem aus jeder Bodenritze Dampf quillt und das hangi-lunch sind aber alles andere als langweilig und geben mir auch Gelegenheit ein paar laengere Worte mit der Mitarbeiterin des Visitor-Center au wechseln.

Meine Idee im Zuge einer Bed&Breakfast-Uebernachtung in einem von Maoris gefuehrten B&B noch etwas mehr ueber die sozio-kulturellen Aspekte des heutigen Zusammenlebens zu erfahren, wird durch den veranschlagten Preis (315 Dollar/Nacht) vereitelt - dafuer bin ich mir dann leider doch etwas zu sierig...

Krieche daher wieder mal in einem der Backpackers unter, ueber dessen Zustand ich lieber den Mantel des Vergessens breiten moechte....

Erschwerdend kommt hinzu, dass die Abendessen der vergangenen Tage eine durchgehende kulinarische Niederlage darstellten - eine harte Pruefung, die ich mir hier goenne......
14.4.08 11:10


Eine muass er...

13.4.2008

Verlasse New Plymouth und fahre Richtung Waitomo Caves. Vom Mitarbeiter der i-site in Te Kuiti (wer's kennt) erhalte ich sehr gute Infos ueber individuelle Kurzwalks in der Waitomo Gegend inkl. Inforbrochure (vom dem koennten die tepperten Weiber in der Touriinfo in Waitomo noch so einiges lernen),

Supergeiler Wasserfall (da nehm ich doch glei mei Brettljausn ein - Oesilike).

Dann das Highlight des Tages, weil i ma scho zu lang net in die Hosen gsch... hab:

Piripiri-Cave, heisst nicht nur wuerzig (wenn i mi net verlesen hab), sondern ist es auch.

Nur 5 min. von der Strasse entfernt findet man ein grosses schwarzes Loch, in das eine Holztreppe fuehrt vor. In der Infobrochure steht: Gute Schuhe und Taschenlampe mitnehmen, weil finster und glitschig - stimmt beides - sehr.

Klettere mit meiner Allzeitbereit-McGyver-Taschenlampe in die Hoehle - die Felsen sind mit einer schmierigen Lehmschichte bedeckt, was der Kletterei in der Stockfinsternis durchaus Wuerze gibt - gottseidank ist da ein Seil, an dem man runterkraxeln kann, soferne man es mit der Taschenlampe findet. Der Boden der 1. Kammer liegt ca. 15m unterhalb des Einstiegsniveaus und der Durchschlupf zur naechsten Kammer ist ganz unten.

Ah, da ist er ja, der Schlingel - Durchschlupf gefunden - ich arbeite mich im Lichtkegel meines Laempchens vor und erreiche die 2. Halle - stockfinster, Grabesstille - nur unterbrochen durch das Geraeusch der auf den Hoehlenboden herabfallenden Wassertropfen.

Lasse ein paar mal den Blitz meiner Ixus los - fuer Bruchteile von Sekunden wird das Ausmass der Hoehle sichtbar - spooooky.

.....wenn mir jetzt die Taschenlampe eingeht, bin ich im Arsch.....habe doch etwas Bammel. Die Displaybeleuchtung meines Fotoapparates wird mich kaum hier raus bringen, fuerchte ich.

Um nicht gaenzlich alle Regeln der Vernunft weiter zu strapazieren (unbekannte Hoehle, unzureichende Ausruestung, kein Backup-Licht, keine Ortskenntnis, alleine, keine Sau weiss, dass ich ueberhaupt hier bin) beschliesse ich in der 2. Halle wieder umzukehren und wieder zum Ausgang hochzuklettern - Geile Grotte!

Nach ein paar weiteren walks durch bush und limestone gehts weiter nach O....(scheisse wie heisst das Kaff nochmal - eh wurscht) um im dortigen Holydaypark in einer cabin unterzukriechen. Lustiges Minihaeuschen mit eigenem Mini-Bad.
13.4.08 11:02


Morgenorgasmus

12.4.2008

Die verzweifelten Trocknungsversuche der vergangenen Tage haben gefruchtet und Schritt fuer Schritt funktioniert die Ixus tatsaechlich wieder - braves Teil.

Zur Sicherheit lasse ich heute Frueh dennoch meine bilderln auf DVD brennen.

Heute wird er bestiegen, der Taranaki. Das ist NICHT der japanische Zimmernachbar, sondern, der Vulkanberg, dem hier die ganze Gegend gewidmet ist - netter Huegel.

Kraeule von North Egmont aus 3h ueber einen sehr schoenen bush-loop (Veronica, wer's kennt) und verlaengere diesen noch etwas in Richtung Gipfel.

Entgegenkommende Wanderkiwis berichten von einem unmarkierten, aber angeblich ungefaehrlichen, alten Grat-Weg - das muss man sich schliesslich ansehen.

Der Aufstieg ist sehr schoen, wenn auch ziemlich anstrengend. Als ich in die Wolken komme, beginne ich geplantermassen mit dem Abstieg und wandere weiter durch den moosigen bush. Sehr schoene Wanderung mit bizarrer Vegetation.

Am Rueckweg gehen sich noch ein Kaeffchen an der Westkueste (Surf-Highway) und ein wenig Seele-baumeln in der Nachmittagssonne am Coastal Walkway aus - ahhh.

Leider muss ich bereits beginnen an die Rueckreise zu denken (heute in 3 Wochen sitz i schon im Flieger nach Wien) und reserviere mein Hotelzimmer in Bangkok - telefonisch, wie immer a rechte Hetz mit thailaendischem Coconut-English, weil in meinem Thai-Sparchbuch bin i no immer bei Unit 2 - hab ja schliesslich ka Zeit fuer nix.....
12.4.08 10:49


Wiedersehen macht Freude...

11.4.2008

Der gute Tag beginnt mit dem besseren Kaffe und dem Weg in das ca 70km entfernte Tauramanui, weiter oben an der teuflischen Whanganui-Fluss-Sau.

Als ich den beiden, in der dortigen Touri-Info (i-site) afrbeitenden reizenden Damen (Mel und Lyn) beilaeufig von meinen Freischwimm-Auftritten erzaehle (weil ich mich nach Kayakmoeglichkeiten am Oberlauf erkundige), bekommen diese grosse Augen und erkenne in mir den einsamen wahnsinnigen Kayakfahrer wieder, der ihnen gestern auf ihrer Jetboattour im 70km entfernten Flussteil entgegenkam und um den sie sich grosse Sorgen gemacht haben.

Die Ladies sind glaubwuerdig erleichtert mich wohlbehalten wiederzusehen (kenne mich ja nicht naeher ;-) - witziger Zufall. Mel hat angeblich ein paar Fotos von mir gemacht (ich selbs habe ja seit dem ersten drowning keine mehr) und wird sie mir mailen.

Beim Nr1 Fish&Chips Laden in Town geniesse ich noch schnell das mit Abstand fetteste Essen meines Lebens. Austern, Greenshellmussels, Jakobsmuscheln und Snapper in fetttriefendem, weichen, wabberndem Backteig (meine Pommesverweigerung wird nicht akzeptiert, Fish&Chips kann man ja schliesslich nicht ohne Beilage essen - da muss noch was fettes dazu ) Lasse mich zu einem Kartoffelpuffer ueberreden. Gut dass auch noch Sc. Tartar (=Mayonnaise mit Gukerlfutzerl) dabei ist, damit die Sache net so trocken is.

Die Fettn saugt sich muehelos durch 2 Butterbrotpapierdeln und a ganze Zeitung durch - uaaaaaahh.
Am Parkbankerl sitzend stierdel ich die (uebrigens hervorragenden) Muscheln und Fische aus dem Fettgatschpanierhaufen - ein mitleiderregendes Schauspiel.

Durch dieses Autofahrermenue gestaerkt begebe ich mich nach wie vor brillenlos auf den "Forgotten Highway", der nicht umsonst so heisst und aufgrund der hervorragenden Strassenqualitaet fuer 150km 3,5h vorsieht. Die Schottersonderpruefungen machen mir dabei weniger zu schaffen, als die faust- bis kopfgrossen Felsstuerze auf der Fahrbahn - is echt a Erlebniswocherl.

Landschaftlich ist der Highway aber traumhaft schoen und der Zwischenstop im Cafe bietet einen herrlichen Ausblick ueber die gruene Berglandschaft. (Fotos gibts natuerlich wegen der abgesoffenen Kamera keine).

Muss fahren wie Sau, um noch vor Einbruch der Dunkelheit in New Plymouth anzukommen - weil ohne Brille seh i im Finstern ganz schoen alt aus. Es gelingt
11.4.08 14:24


Schisser, oder was?

10.4.2008

Die Schuhe quatschkern heute in der Frueh noch ein bisserl beim Anziehen. Schliesslich warten ja noch die restlichen 4-5h kayaking auf mich.

Tolle Idee von Joe, mir heute anstelle der Nuss-schale ein 2-Mann Kanu zu geben, "weil man trockener sitzt". Ich soll nur aufpassen - wenn Wind aufkommt wirds unlenkbar - wie beruhigend.

Er selbst faehrt mit dem Jetboat wieder Flussabwaerts, die naechste Tourigruppe (ein fam-trip) zu holen, die mir nach 2h Paddeln durch herrliche Flusslandschaft auch freundlich winkend entgegenkommt.

Fuer mich sind die Stromschenellen (heute sind die schwierigeren dran) am 2. Tag ein ziemlicher Kampf, da sich das riesen, kiellose Kanu durch die ungleiche Lastverteilung (1 Blader, ganz hinten), Stroemung und Wind immer um die eigene Achse zu drehen beginnt. Ich paddle mir da hinten einen Affen ab und werde endlich nach 2,5h Schwerarbeit erloest - Volle Breitseite - ich saufe samt Boot ab.

Heute ist die Bergung leider etwas schwieriger, die Schotterbank viel zu weit, der Fluss viel zu stark, das Riesankanu voller Wasser viel zu schwer. Schwimme wie ein Viech - die Haende voll mit Kanu, Paddel, Dry-Barrel - kaum was ruehrt sich - drehe das Kanu im Fluss treibend um - bringt nix - is komplett voll mit Wasser und geht unter - werde fast zwischen Boot und einem "entgegenkommenden" Felsen eingeklemmt - kann aber doch irgendwie in den Stroemungsschatten kommen und das Boot auf einen anderen Felsen ziehen. Endlich wieder waschelnass bis auf die Haut - aber ueber Wasser und unverletzt.

Weiter gehts die naechsten 2 h und jedesmal, wenn ich in der ferne das Grollen der naechsten Stromschnellen hoere, scheisse ich mir halb ins Hemd und hoffe vergebens, dass es nur das Rauschen der Blaetter im Wind ist....

Irgendwie schaffe ich es aber letztendlich, die letzten beiden Stunden ueber im Boot zu bleiben und erreiche nass und ein wenig erschoepft (grosse Untertreibung ;-) mein Auto, um wieder ueber die Schotterpiste zurueck nach Ohakune zu miner Hozpritsche zu fahren....wie gut, dass es hier einen Waeschetrockner gibt.......
10.4.08 14:12


In meiner Badewanne bin ich...

9.4.2008

Nach 1h Anfahrt ueber Landstrasserl und Schotterpisten, die mich zwischendurch ehrlich zweifeln lassen, ob ich hier auch wirklich richtig bin, erreiche ich die 20(?) EW Metropole Pipiriki - wer's kennt.

Von dort aus bringt das Jetboat mich und die restlichen 9 Passagiere ca 35km Flussaufwaerts zum Beginn des Wanderpfades zur 40 Gehminuten entfernetn "Bridge to nowhere"

Exkurs: Den Namen erhielt die Beton-Bruecke, da sie mitten im entlegensten Wald fuer eine handvoll Farmer gebaut worden ist (Anfang 20.Jhdt), die dann waehrend der 1,5 jaehrigen Bauzeit alle abgewandert sind und niemand mehr das Ding gebraucht hat - und es auch keine Strasse dorthin gibt. Exkurs Ende

Ich kann den Jetboatbetreiber nach mehreren Verhandlungsrunden ueberreden, mich den Flussweg nach der Rueckkehr vom Brueckenspaziergang (alleine und ohne Guide) zurueck Kayaken zu lassen - mit Zwischenstop zur Uebernachtung in seiner Lodge - offensichtlich bin ich allerdings der einzige mit solchen Geluesten - alle Anderen lassen sich wieder mit dem Jetboat nach unten bringen.

Beim Einsteigen in die winzige Plastik-Nuss-Schale (das urspruenglich vorgesehen Kajak wurde versehentlich abtransportiert) muss alles schnell gehen - die biersaufenden Amis wollen ja schliesslich schnell wieder zu ihrem Auto - Schuerze gegen ueberschwappendes Wasser ist leider auch keine da - super. na dann los.

Die Kamera und das Geldboersel muss ich dann halt unterwegs noch so schnell wie moeglich in den Dry-Bag - SCHWAPPGISCHT - nach nur 2 min. Paddeln treffen sich die Wellen des mich ueberholenden Jetboates mit jenen der Stromschnellen und abermillionen Liter Flusswasser ergiessen sich (ungehindert durch KEINE Schuerze) in mein Kayak. Ich saufe ab wie eine bleierne Ente...

Irgendwie gelingt es mir nach dem Auftauchen schwimmend das Boot und das Paddel zu erwischen (ohne die beiden schaffe ich die 15 km zur Lodge nie und der Wasserweg ist hier der Einzige), den Drybag einzufangen und so schnell wie moeglich die (jetzt) Unterwasserkamera aus der Hose zu fingern und ueber Wasser zu halten *prust-hust*.

Versuche Panik zu unterdruecken und Hirn einzuschalten - es gelingt teilweise - im Moment fliesst in meinen Adern pures Adrenalin - schaffe es, mich und das ganze geroedel in den Stromschatten und auf eine Sandbank zu retten. - Boot ausleeren - schnell die SD-Karte aus der Kamera reissen - vielleicht ist spaeter ja noch was zu retten.

Weiterpaddeln - Finger blutet - was solls - erst nach 5 min Paddeln faellt mir auf, dass die Sicht schlechter geworden ist - ach ja, scheisse, die Brille wurde auch vom Fluss gefressen...

Gut, dass die Lodge "nur" 3 Stunden kraeftiges Paddeln von hier entfernt ist.

Irgendwann hab ichs dann geschafft und schleiche triefend und frierend den steilen Weg vom Fluss hinauf zur Lodge. Tolle Huette, Waaahnsinnsausblick. Nach eigener Trockenlegung und Dinner vom Owner Joe - Schach und Chardonnay am Kaminfeuer mit der Russin Luiza. - einiges gelernt. Toller Sternenhimmel.

Der Owner Joe, Luiza und ich sind heute die einzigen in der Lodge - "zufaellig" ist eine Gruppe ausgefallen - langsam wird mir endlich klar, warum sich Joe so lange gegen meine Uebernachtung in der Lodge gestraeubt hat ("nixmehrfrei" *prustlachwersglaubt*).

Ich habe ihm da wohl ziemlich die tete a tete Tour vermasselt.
Vielleicht hat er ja deshalb versucht mich zu ersaeufen...;-)
9.4.08 13:46


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